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Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future

Am Samstag, 25.09.2021, fand die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. als Online-Konferenz statt.
Ursprünglich waren Weingarten als Tagungsort und eine Exkursion auf die Insel Mainau geplant.
 
Die Exkursion fand virtuell statt. Den Film über die Insel Mainau finden sie hier.

 

Flyer (English version)

Rückschau auf die Jahrestagung 2021

Grußworte/Greetings

Schulgärten als sinnstiftende Lernorte

Mehr als 100 Teilnehmende aus ganz Europa tauschten sich Ende September bei der Online-Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. über Gärten als Orte der Naturerfahrung und des Wohlbefindens aus

Weingarten – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Belastungen von Boden, Wasser und Luft stellen die Menschen vor große globale Herausforderungen. „Es ist wichtig, dass wir alle verstehen, dass Natur und speziell Pflanzen die Basis unseres Lebens sind“, sagte Bettina Gräfin Bernadotte, Geschäftsführerin der Mainau GmbH, in ihrem Grußwort zur Online-Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Schulgarten e.V. am letzten Septemberwochenende. Gräfin Bernadotte hatte die Schirmherrschaft der Tagung übernommen, bei der sich mehr als 100 Teilnehmende aus ganz Europa virtuell austauschten.

Ursprünglich sei Weingarten als Tagungsort für die Feier zum zehnjährigen BAG-Bestehen vorgesehen und eine Exkursion auf die Insel Mainau geplant gewesen, berichtete Professorin Dr. Dorothee Benkowitz, Fachsprecherin Biologie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH). Bei ihr lag die Organisatorin der Veranstaltung. Im Zuge der Corona-Pandemie habe man sich aber für eine virtuelle Jahrestagung entschieden. Gemeinsam mit weiteren Hochschulen, Vereinen, Verbänden und Firmen engagiert sich die PH als Mitglied in der Schulgarten-Bundesarbeitsgemeinschaft. In vielen Ländern gebe es gute Ideen und kreative Impulse zum Thema Schulgarten als idealem Lernort. „Zeit zum gemeinsamen Handeln ist genau jetzt!“, so Prof. Benkowitz. 

Die Tagung sei ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Schulgartenarbeit, betonte Professor Dr. Bernd Reinhoffer, PH-Prorektor Lehre, der die Teilnehmenden begrüßte und dem Organisationsteam um Professorin Benkowitz dankte. Die PH verstehe sich als Ort der Bildung, auch der Umweltbildung, und fördere lebenslanges Lernen. 

Nur wenn Kinder Natur unmittelbar erleben könnten, werde es gelingen, sie zu nachhaltigem Handeln anzuregen, gab Gräfin Bernadotte zu bedenken. Es liege ihr sehr am Herzen, dass Kinder schon früh lernen, wie Pflanzen funktionieren und was man aus ihnen machen kann. In dem „grünen Labor“ Schulgarten könnten sie beobachten und entdecken, Lebenskreisläufe kennenlernen, Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und dabei jede Menge Spaß haben. Gräfin Bernadotte bedankte sich bei allen für und in den Schulgärten Aktiven für deren „großartiges Engagement, das Thema Schulgarten weiter zu beleben“ und ein europäisches Netzwerk aufzubauen. „Denn nur, wenn wir uns austauschen, inspirieren und voneinander lernen, können wir anstehende Aufgaben gut lösen.“

Ort der Naturerfahrung & Quelle des Wohlbefindens

Dass Gärten und Schulgärten immer mehr an Bedeutung gewinnen, wurde im Hauptvortrag von Professorin Dr. Carolin Retzlaff-Fürst von der Universität Rostock deutlich. In einer Prognose gehe die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass in circa 30 Jahren nahezu 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, berichtete die Referentin. Der Mensch brauche aber die Natur, Naturkontakt und Naturerfahrungen, betonte sie. Zahlreiche Untersuchungen belegten mittlerweile, dass sich Naturerfahrungen positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkten. Die Natur biete Interaktion, Möglichkeiten zur Beobachtung und Auseinandersetzung oder auch sinnliche Erlebnisse und wecke Emotionen. Sie habe sowohl biophysische als auch indirekte Effekte. Biophysisch gesehen fungiere die Natur – gefühlt und messbar – als Luftschmutzfilter, verbessere die Luftwerte und verringere die Verbreitung von Krankheiten der Atemwege. In zugepflasterten Regionen hingegen, so Prof. Retzlaff-Fürst weiter, führten erhöhte Temperaturen nicht selten zu Kopfschmerzen, Erschöpfung oder auch Kreislaufkrankheiten. Als indirekte Effekte der Natur nannte die Expertin den Anreiz zur Bewegung, die Förderung der geistigen Gesundheit, Stressreduktion und die Reduzierung von Krankheiten, die durch einen sitzenden Lebensstil bewirkt werden. Erwiesen sei zudem, dass Aufenthalte in der Natur vor allem auch für Kinder und Jugendliche gesundheitsfördernd seien und Bewegungsmangel, Übergewicht, Allergien, Stress und Entwicklungsstörungen entgegenwirkten.

Die Ergebnisse empirischer Forschungen zeigten gleichfalls, dass der Garten nicht nur ein Ort der Naturerfahrung, sondern auch Quelle des Wohlbefindens sei, betonte die Referentin. So bestätigten beispielsweise weibliche und männliche Studien-Teilnehmende, die nach drei Stunden aktiver Gartenarbeit einen Fragebogen beantworteten, dass sich das Experimentieren, Umgraben, Pflanzen und Jäten im Garten positiv auf ihr Wohlbefinden ausgewirkt und ihr Selbstwertgefühl gesteigert habe. Am meisten von Aufenthalten in der Natur profitierten – auch das haben Studien gezeigt – die jüngsten Altersgruppen und psychisch Kranke. „Grün macht vergnügt“, laute die Devise, so Professorin Retzlaff-Fürst. „Wir sollten daher alle Potenziale nutzen, um unseren Schulen Schulgärten zu ermöglichen“, so ihr Appell. 

Im Anschluss an den Hauptvortrag erhielten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops praxisorientierte Tipps und Anregungen zur Gestaltung und unterrichtlichen Nutzung von Schulgärten als sinnstiftenden Lernorten.

Projekt Schoolgarden goes Europe

Im Vorprogramm der Jahrestagung informierten die Veranstalter über das Erasmus Plus-Projekt Schoolgarden goes Europe. Zu Schulgärten als wirkungsvollen Lernorten, in denen lokales Handeln mit globalem Denken sinnstiftend verknüpft werden könne, sei europaweit viel Expertise vorhanden, sagte PH-Professorin Benkowitz, die für die PH Weingarten Ansprechpartnerin des Projekts ist. Um den Austausch von Best Practice-Beispielen zu ermöglichen und zu fördern, werde in diesem von der EU geförderten Projekt daher gemeinsam mit Kollegen der PH Vorarlberg und der Széchenyi István Universität in Ungarn ein europäisches Netzwerk von Schulgärtnerinnen und Schulgärtnern auf- und ausgebaut.

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Text: Barbara Müller
Fotos/Grafik: PH Weingarten

Videoaufnahme Grußwort Bettina Gräfin Bernadotte

Grußwort von Bettina Gräfin Bernadotte

Klimawandel, Biodiversitätsverlust, vielfältige Belastungen von Boden, Wasser und Luft - wir leben in einer Zeit großer globaler Herausforderungen. Damit auch künftige Generationen auf diesem Planeten noch gut leben können, müssen wir jetzt die Weichen richtig stellen. Es ist wichtig, dass wir alle verstehen, dass Natur und speziell Pflanzen die Basis unseres Lebens sind. Deswegen liegt es mir sehr am Herzen, dass Kinder schon früh lernen, wie Pflanzen funktionieren und was man aus ihnen machen kann.

Schulgärten bieten dafür einen großartigen Lernort. In diesem „grünen Labor“ können die Mädchen und Jungen beobachten und entdecken, Lebenskreisläufe kennenlernen, Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und das mit jeder Menge Spaß.Doch wie muss ein Garten aussehen, damit er Kindern und Jugendlichen gerecht wird und gleichzeitig das Lernen fördert? Wie motiviere ich Schüler*innen zum Gärtnern? Welche Projekte können durchgeführt werden? Und mit welchen Unterrichtsfächern gibt es Verknüpfungen?

Diesen Fragen und mehr möchte die Tagung Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future auf den Grund gehen, für die ich gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. Ziel ist es, Schulgärtner*innen in Europa miteinander zu verbinden und best practice-Beispiele auszutauschen.  Als Geschäftsführerin der Mainau GmbH weiß ich, wie wichtig es ist, Netzwerke zu knüpfen und im Austausch zu bleiben. Denn nur wenn wir voneinander lernen, können wir die anstehenden Aufgaben gut lösen.

Für uns als Unternehmen, das in und mit der Natur arbeitet, ist Umweltbildung ein wichtiges Thema. So haben wir zum Beispiel die Initiative Europa Minigärtner ins Leben gerufen, die Kinder durch Mitmachbesuche in Gartenbaubetrieben für das Gärtnern und den Beruf des/der Gärtner*in begeistern will.  Mit großer Freude sehe ich, dass immer mehr Schulen am Minigärtner-Programm teilnehmen und so eine für alle Seiten bereichernde Verbindung zwischen der Schulgartenaktivität und der Arbeit der Gartenbauprofis schaffen.

Nur wenn Kinder Natur unmittelbar erleben können, wird es uns gelingen, sie zu nachhaltigem Handeln anzuregen. Mein großer Dank geht daher an die zahlreichen für und in den Schulgärten Aktiven für ihr großartiges Engagement, das Thema Schulgarten weiter zu beleben und ein europaweites Netzwerk aufzubauen.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future eine erfolgreiche Veranstaltung und einen anregenden Austausch untereinander.

Bettina Countess Bernadotte, CEO Mainau GmbH, Schirmherrin für die Tagung Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future

 

Greeting by  Bettina Countess Bernadotte

Climate change, loss of biodiversity, contamination of soil, water and air – we are indeed living in an era of enormous global challenges. In order to enable future generations to live well on this planet, we need to change course now. It is crucial for us all to understand that nature and in particular plants are the basis of our existence. Very dear to my heart is that children learn from an early age, how plants are working and what we can do with them.

School gardens are a great place to learn. Inside this “green laboratory” it is possible for boys and girls to observe and discover, recognize life cycles, experience self-efficacy, take responsibility and have a lot of fun in the process.But what does a garden need to look like, in order to be suitable for kids and youngsters and to also encourage learning? How to motivate school kids for gardening? What kind of projects can be done? And which school subjects are linked to them?

These and other questions will be answered during the conference Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future. I am particularly pleased to have taken on the patronage of this event. Our objective is to connect school gardeners throughout Europe and exchange best practices. As CEO of Mainau GmbH, I am very aware that networking and exchanging ideas is of utmost importance. Only learning from each other will enable us to master the challenges ahead.

For a company such as our, working with but also within nature, environmental education is an important topic. Among other things, we started the Europa Minigärtner initiative. This initiative intends to motivate kids to garden and to consider a career in gardening by visiting gardening and landscaping companies. It fills me with a lot of joy to see more and more schools participating in the program and establishing a connection between school gardening and the work of gardening professionals.

Only when kids can experience nature firsthand, we will succeed in encouraging them to act environmentally sustainable. I am therefore incredibly grateful to all those active in school gardening for their great involvement in promoting school gardens as a topic and establishing a trans-European network.I hope the conference Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future will be a success for all participants and facilitate interesting exchanges.

Bettina Gräfin Bernadotte, Geschäftsführerin Mainau GmbH, patron of the conference Schoolgardening in Europe - Teaching and Learning for the Future

Hauptvortrag der Jahrestagung 2021 / Main speech of the conference 2021

Prof. Dr. Carolin Retzlaff-Fürst (Uni Rostock): Naturerfahrung im Garten – Der Garten als Ort der Naturerfahrung und Quelle des Wohlbefindens / Nature Experience in the Garden - The Garden as a Place of Nature Experience and a Source of Wellbeing

Prof. Dr. Carolin Retzlaff-Fürst (Universität Rostock) zeigt in ihrem Vortrag, wie positiv sich Schulgartenarbeit auf die seelische und körperliche Gesundheit von Schülerinnen und Schülern auswirkt.

Videoaufnahme Hauptvortrag Deutsch

Prof. Dr Carolin Retzlaff-Fürst (University of Rostock) shows in her lecture how positively school gardening affects the mental and physical health of pupils.

Video recording main speech English

 

Le professeur Dr Carolin Retzlaff-Fürst (Université de Rostock) montre dans son exposé les effets positifs du jardinage scolaire sur la santé mentale et physique des élèves.

Enregistrement vidéo de l'exposé principal en français

 

Material Online-Workshops

Referentinnen: Dipl. Biol. Susanne Kropf und Gartenpädagogin Martina Wappel, Natur Im Garten (A)

Die Klimakrise wird von vielen Kindern und Jugendlichen als massive Bedrohung für ihre Zukunft empfunden. Maßnahmen zum Klimaschutz sind ebenso gefragt wie Maßnahmen zur Klimawandelanpassung, denn der Klimawandel findet bereits statt. Im Schulgarten kann beides anschaulich und handlungsorientiert gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert werden. Geeignet sind beispielsweise Maßnahmen wie Bäume pflanzen, Humus aufbauen durch Mulchen und Kompostieren oder eigenes Obst und Gemüse anbauen. Neben praktischen Tipps zur Umsetzung sollen im Workshop methodisch-didaktische Anregungen zur Umsetzung im Unterricht diskutiert werden.

WS1_Klimaschutz_de (PDF)

 

Many children and young people see the climate crisis as a massive threat to their future. Climate protection measures are just as much in demand as measures to adapt to climate change whilst climate change is already happening. In the school garden, both can be discussed with students in a clear and action-oriented manner. Activities such as planting trees, building humus through mulching and composting or growing your own fruit and vegetables, are suitable measures. In addition to practical tips for implementation, methodic and didactic suggestions to implement in the classroom are to be discussed in the workshop.

Referentin: Anja Burtscher-Marte, PH Vorarlberg (A)

Mit Kindern im Garten sein wäre toll, aber es fehlt an Platz, Budget oder Erfahrung? Dann können mobile Gärten die Lösung sein! Kistengärten bieten Kindern eine einfache Möglichkeit Naturerfahrungen zu sammeln und gärtnerisch tätig zu sein. In diesem Workshop wird das in Vorarlberg (Österreich) umgesetzte Projekt „Mi Kischta Gärtle – Kleiner Garten ganz groß“ vorgestellt und mit Praxisbeispielen aus der Umsetzung ergänzt. Dazu gibt es Tipps rund um das Gärtnern in der Kiste sowie die Möglichkeit zum Austausch mit der Referentin.

WS2: Gärtnern in der Kiste_Projektvorstellung_de (PDF)

WS2: Gärtner in der Kiste_Praxistipps_de (PDF)

 

Being in the garden with children would be great, but there is a lack of space, budget or experience? Mobile gardens can be the solution! Mobile gardens offer children an easy way to gain experience of nature and to be active in gardening. In this workshop we present the project “Mi Kischta Gärtle” realized in Vorarlberg (Austria) and offer practical examples for implementation. In addition, there will be tips on mobile gardening and the opportunity to exchange ideas with the workshop leader.

 

 

Referentin: Hana Cvachova, Chaloupky (CZ)

Naturwissenschaftliche Fächer können von einem Schulgarten profitieren. Die Vorteile, die ein Schulgarten hier bietet, werden in diesem Workshop vorgestellt: Unterricht in Akustik, Optik, Mechanik, Hydromechanik, Statistik usw. mit den Werkzeugen, die im Garten zur Verfügung stehen.

 

Mathematics and physics in nature? Yes, of course! Science subjects can benefit from a school garden. The advantages offered by a school garden will be presented in this workshop. Topics will be: lessons in acoustics, optics, mechanics, hydromechanics, statistics etc. with tools available in the garden.

WS3: Mathematics and physics in nature_en (PDF)

WS3: Video_en

WS3: Video_cz

Flyer_Chaloupky_en (PDF)

Referentin: Dr. Birgitta Goldschmidt, BAGS, (D)

„Wir haben noch keinen Schulgarten, möchten aber einen haben.“ Was müssen wir bei der Planung beachten? Wer kann uns unterstützen? „Wir haben einen Schulgarten.“ Wie organisieren wir die Schulgartenarbeit? Wie binden wir den Schulgarten optimal in die zeitlichen und organisatorischen Strukturen unserer Schule ein? In diesem Workshop diskutieren wir, wie das Management Ihres Schulgartens von der Planung bis zur langfristigen Nutzung im Schulalltag gelingen kann.

WS4: Wie kann ein Schulgarten wachsen_de (PDF)

WS4: Videoaufnahme_de

 

„We don’t have a school garden yet, but we would like one!” What do we have to consider when planning? Who can support us? “We have a school garden.” How do we organize school gardening? How do we optimally integrate the school garden into the temporal and organizational structures of our school? In this workshop, we discuss the successful management of your school garden from planning to long-term use in everyday school life.

WS4: How to grow a school garden_en (PDF)

WS4: Video recording_en

Referentinnen: Angie Hasenclever und Melanie Reichardt, Europa Minigärtner (D)

Spaß beim Arbeiten mit und in der Natur – so lautet das Motto der Europa Minigärtner. 2013 rief Bettina Gräfin Bernadotte von der Blumeninsel Mainau die gemeinnützige Initiative ins Leben. Bei Mitmachbesuchen in Gartenbaubetrieben ihrer Region erleben Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren die Natur hautnah und lernen den spannenden Beruf des Gärtners kennen. Bei jedem Treffen packen sie aktiv mit an. Rund 20 Minigärtner-Gruppen gibt es inzwischen in Deutschland und Österreich. Im ersten Teil unseres Workshops präsentieren wir unser Konzept und zeigen Beispiele der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Profibetrieben und Schulgruppen der Europa Minigärtner. In den kommenden Jahren wollen wir unser Engagement im Bereich der Schulgruppen ausweiten, um möglichst vielen Kindern den Zugang zu diesen intensiven Naturerfahrungen zu öffnen. Vor allem für Kinder, die aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation weniger Förderung erhalten, kann die Teilnahme am Programm der Europa Minigärtner sehr wertvoll sein. Das Minigärtner-Konzept für Schulgruppen bildet den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen
dafür. Wie das gelingen kann, welche Ideen und Wünsche es seitens der Schulen für eine Zusammenarbeit mit den Gartenbaubetrieben gibt und wie das Programm der Minigärtner weiterentwickelt und ausgebaut werden könnte, wollen wir mit den Teilnehmer*innen im 2. Teil des Workshops diskutieren.

WS5: Europa Minigärtner – Kinder lernen von und mit den Profis_de (PDF)

 

Having fun working with and in nature - that is the motto of the Europa Minigärtner. Bettina Countess Bernadotte from the flower island of Mainau launched the non-profit initiative in 2013. During hands-on visits to horticultural businesses in their region, children aged between 8 and 12 experience nature up close and learn about the exciting profession of gardener. At each meeting, they are actively involved. There are now around 20 MiniGärtner groups in Germany and Austria - including some school groups. In the first part of our workshop we present our concept and examples of successful cooperation between professional farms and school groups of the Europa Minigärtner. Next year, we want to expand our commitment to schools in order to give as many children as possible access to these intensive nature experiences. (streichen, nicht Workshop relevant) Participation in the Europa Minigärtner program can be particularly valuable for children who, due to their socio-economic situation, receive less support. The Minigärtner concept for school groups forms the content and organizational framework for this. In the second part of the workshop, we want to discuss with the participants how this can be achieved, what ideas and wishes there are from the schools for cooperation with the horticultural companies and how the mini-gardeners' program could be further developed and expanded.

WS5: Children learning from and with professionals_en (PDF)

Referentin: Elke Zach-Heuer, Bezirksregierung Arnsberg (D)

Viele Unbekannte leben im Schulgarten, die Artenvielfalt hat viele Namen. Apps erleichtern die Bestimmung von Pflanzen und Tieren und erweitern den Zugang zur Natur. Einige Apps ermöglichen sogar die Mitwirkung an Forschungsprojekten. Apps können sowohl auf Tablets als auch auf Smartphones aufgespielt. Bei aller Begeisterung für digitale Medien darf die sinnliche Wahrnehmung der Originale nicht zu kurz kommen. Mit welchen Mitteln können beide Ansätze miteinander verbunden werden?

WS6: Ab in den Garten mit Apps_de (PDF)

 

Many strangers live in the school garden, the biodiversity has many names. Apps make it easier to identify plants and animals and expand access to nature. Some apps even allow to participate in research projects. Apps can be installed on both tablets and smartphones. Despite all the enthusiasm for digital media, the sensual perception of the originals must not be neglected. By what means can these two approaches be combined?

Referent: Dr. András Halbritter, Széchenyi University Győr & Hungarian Foundation for School Gardens (HU)

Boden ist nicht nur ein wichtiges Ressource- und Umweltelement, sondern auch ein gutes Objekt für Beobachtungen, Experimente und Bewirtschaftungspraktiken in Schulgärten. In diesem Workshop werden folgende Themen behandelt: Bodenvielfalt (Erstellen einer Bodensammlung, Malen mit verschiedenen Böden, Handanalyse des Bodens, einfache mikroskopische Bodenuntersuchung), Boden für den Gartenbau (Bodenkarbonat-Test, Tongehaltschätzung, Bodenkapillare Wasseraufhebung) und Bodenfauna (Kompost und Bodentiere – Sammlung und Untersuchungen). Ein Video zum Thema Wurmkompostierung wird vorgestellt.

Soil is not only an important resource and environmental element, it is also a good object for observations, experiments and management practice in school gardens. The following topics are covered in this workshop: Soil diversity (creating a soil collection, painting with different soils, hand-analysis of soil, simple microscopic soils examination), soil for horticulture (soil carbonate test, clay content estimation, soil capillary water suspension) and soil fauna (compost and soil animals - collection and analysis). A video on vermicomposting will be presented.

WS7: Let's talk about soil_en (PDF)

WS7: Video recording_en

Referentin: Hermina Olah Vas, Ash Foundation (SRB)

Es war Frühlingsanfang im Jahr 2020, die Kinder und ihre Erzieher*innen freuten sich auf den Start in die Gartensaison. Die ersten Blumen und Bäume standen bereits in voller Blüte, alles lief mehr oder weniger nach Plan. Während die Vorfreude auf dem Schulhof wuchs, kam etwas anderes in einem viel größeren Ausmaß auf die ganze Welt zu. Plötzlich - BOOM! Die erste Welle der COVID-19-Pandemie rollte über die ganze Welt hinweg, dicht gefolgt von einer ähnlich großen Welle der Panik. Plötzlich liefen die Dinge nicht mehr nach Plan. Im Workshop wollen wir zeigen, wie Schulen und Kindergärten in Serbien ihr Schulgartenprogramm unter den sich häufig ändernden Regeln und Vorschriften - die meist über Nacht in Kraft traten – umsetzten. Wir werden uns sowohl Erfolgsgeschichten ansehen, als auch weniger glückliche Ergebnisse präsentieren. Wir werden diskutieren, was einen Schulgarten widerstandsfähig macht und welche Lösungen die Lehrer*innen hierzu gefunden haben. Im Anschluss möchten wir mit den Teilnehmer*innen diskutieren, was die zukünftigen, vielleicht noch unerforschte Rolle eines Schulgartens sein könnte.

 

It was early spring in the year of 2020, the children and their teachers were anticipating to witness their garden awake. The first flowers and trees were already in full bloom, things were going more or less according to plan. As anticipation grew on the school yard, something else was festering on a much larger scale. Suddenly - BOOM! The first wave of the COVID-19 pandemic hit, closely followed by a similarly sized wave of panic. Suddenly things weren’t going according to the global plan. In this lecture we will examine how Serbian schools and kindergartens dealt with the school garden program and the garden itself among the frequent
changes in rules and regulations in response to COVID 19- most of which came into effect overnight. We'll look at success stories as well as present less fortunate results. We will discuss what makes a school garden resilient and what solutions did the teachers come up with to improve their own gardens’ resilience. Finally, we will explore the effects of having a garden to tend in an exceedingly stressful day-to-day life both on the students and the teachers. Following our account, we will facilitate a discussion among the participants about what might be the future, perhaps as of yet unexplored roles of a school garden.

WS10: Save the school garden_en (PDF)

WS 10: Viedo recording_en

Erasmus+ Programme: Schoolgarden goes Europe

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