Unser Bericht zum Tag des Schulgartens 2025
99099 Erfurt, Wilhelm Busch Grundschule
Herstellung von Grasköpfen sowie Samenbomben
Im Rahmen unseres Praxisprojekts im Seminar Gartenpraxis der Universität Erfurt führten wir, Josina Thon und Mila Reichmann, eine Aktion an der Wilhelm-Busch- Grundschule in Erfurt durch.
Anlass war das Frühlingsfest der Schule am 25. April 2025. Unsere Aufgabe bestand darin, gemeinsam mit den Kindern kreative Arbeiten mit Naturmaterialien durchzuführen und dabei den Schulgarten zu repräsentieren. In Absprache mit unserem Ansprechpartner an der Schule entschieden wir uns dafür, einen Mitmach-Stand anzubieten, an dem sogenannte Grasköpfe sowie Samenbomben hergestellt werden konnten.
Unser Stand war am Tag des Festes von 15:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Für die Grasköpfe gestalteten die Kinder zunächst Papierbecher, die sie kreativ als
Gesichter bemalten. Hierfür stellten wir verschiedene Bastelmaterialien wie Stifte, Papier und Wackelaugen zur Verfügung. Anschließend wurden die Becher mit Erde gefüllt und mit Grassamen bestreut, die leicht angedrückt und leicht angegossen wurden. Zum Abschluss erhielt jeder Becher ein vorbereitetes Schild mit einer kurzen Anleitung, das mit einem Band befestigt wurde. Dieses sollte den Eltern erklären, worum es sich bei den Grasköpfen handelt – denn schon nach kurzer Zeit beginnt das Gras zu wachsen, sodass die Kinder die „Haare“ frisieren können. Ziel dieses Angebots war es, die Kinder spielerisch für den Umgang mit Naturmaterialien zu begeistern und ihnen Verantwortung für ihren eigenen Graskopf zu übertragen. Besonders erfreulich war, dass auch Vorschulkinder mit Begeisterung teilnahmen und erste Erfahrungen im kreativen Gestalten sammeln konnten.
Die Herstellung der Samenbomben erfolgte aus einer Mischung von Blumenerde, Lehm und einer Wildblumensaat. Der Lehm war bereits von uns vorbereitet, sodass die Kinder
die Materialien lediglich vermengen und zu kleinen Kugeln formen mussten. Diese wurden anschließend in Servietten verpackt und mit einem Etikett versehen, das Hinweise zur Anwendung enthielt. Die Samenbomben sollten später von den Kindern
auf Grünflächen oder im eigenen Garten ausgebracht werden, um neue Wildblumenflächen entstehen zu lassen – ein Beitrag zur Artenvielfalt und zum Schutz der Bienen.
Trotz des anfänglich schlechten Wetters war unser Stand nach einem ruhigen Beginn zunehmend gut besucht. Ab etwa 16:15 Uhr herrschte reges Treiben. Dank der einfachen Anleitung und der unkomplizierten Materialien konnten die meisten Kinder weitgehend selbstständig arbeiten. Bei Bedarf halfen Eltern oder wir unterstützend mit. Dadurch entstanden kaum Wartezeiten und die Kinder konnten sich intensiv mit den Projekten beschäftigen.
Insgesamt nahmen etwa 30 Kinder an unserem Angebot teil. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – insbesondere die Möglichkeit, die selbst gestalteten Werke mit nach Hause zu nehmen, wurde mit großer Freude angenommen.