25.06.09
Jahrestagung der BAGS in Vechta
Septett kämpft für die Schulgartenarbeit und praktisches Lernen an den Schulen in Deutschland
Ein Kreis von sieben Fachleuten kümmert sich künftig um die Belange und Ziele der BundesArbeitsGemeinschaft Schulgarten (BAGS). Es sind dies
- Prof. Dr. Steffen Wittkowske (Vorsitz), Hochschule Vechta, DGG-Preisträger 2006 Sonja-Bernadotte-Preis „Wege zur Naturerziehung“,
- Prof. Dr. Michael Gebauer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
- Auguste Kuschnerow, Leiterin August-Heyn-Gartenarbeitsschule Berlin-Neukölln,
- Prof. Dr. Hans-Joachim Lehnert, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Leiter des ökologischen Lerngartens der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, DGG-Preisträger 2008 Sonja-Bernadotte-Preis „Wege zur Naturerziehung“,
- Frank Müller, Präsidiumsmitglied Bundesverband Deutscher Gartenfreunde,
- Gabi Neuhaus-Närmann, Schulbiologiezentrum Hannover,
- Lioba Triquart, Referentin für Kulturelle Bildung, Schulübergreifende Angelegenheiten, Heimatpflege im Sächsischen Staatministerium für Kultus.
Eingebettet in die äußerst gelungene dreitätige Veranstaltung an der Hochschule Vechta, beschloss die BundesArbeitsGemeinschaft Schulgarten bei ihrer gut besuchten Jahrestagung eine Neuausrichtung unter dem Dach der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG). Geprägt von Offenheit, Sachlichkeit, Optimismus und neuen Ideen wurde an allen drei Tagen der Schulgartenarbeit intensiv Vorschub geleistet. Während sich die Mitglieder der BAGS einen ganzen Tag lang über ihre Struktur und inhaltliche Arbeit auseinandersetzen, konfrontierten am nächsten Tag die Professoren Wittkowske, Lehnert und Pütz (Vechta) sowie Jürgen Drieling von der Agentur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Niedersachsen e.V. weit über hundert Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen, sowie zahlreiche weitere Interessierte mit zukunftsorientierten Projekten zum Umgehen mit Natur im Garten. Diese untermauerten die Bedeutung der Schulgartenarbeit, beginnend an den Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen sowie in der praktischen Umsetzung mit Kindern und Schülerinnen und Schülern an den jeweiligen Einrichtungen und in allen Altersklassen. Äußerst gefragt waren auch die Workshops für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Nachmittag, zum Beispiel die Planung und gemeinsame Organisation eines Schulgartens, Wild- und Küchenkräuter im Unterricht, Pflanzenbestimmungen und die Arbeit im neuen Forschungsarten Vechta, der mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) angelegt werden konnte. Die Jahrestagung schloss am dritten Tag mit einer Exkursion in den Botanischen Garten Bremen.
Es war erklärtes Ziel aller, dass die BAGS nun weiter kräftige Wurzeln schlagen möge. Gemeinsam will man dafür Sorge tragen, dass sie sich in allen Bundesländern als unermüdlicher Motor in Sachen Schulgartenarbeit etablieren kann. Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. und die BundesArbeitsGemeinschaft als Multiplikator für den Schulgarten arbeiten an „Wegen zur Naturerziehung“, denen sich die DGG in Priorität verschrieben hat, eng zusammen. Nicht zuletzt sollen auch empirische Daten aus der wissenschaftlichen Begleitforschung an den Universitäten und Hochschulen die Bedeutung und die besonderen Chancen des Unterrichts im Schulgarten unterstreichen.